Früher wurde der sogenannte Grüne Diskus als Symphysodon aequifasciata bezeichnet, neuere Untersuchungen ordnen ihn aber der Art Symphysodon tarzoo zu, einer Art, die bereits 1959 beschrieben worden war, aber von den meisten Wissenschaftlern nicht anerkannt wurde. DNA-Untersuchungen bestätigten aber diese Zuordnung.
Der Grüne Diskus (Symphysodon tarzoo) unterscheidet sich zum überwiegend braunen Symphysodon aequifasciatus durch seine eher bläuliche bis grünliche Körperfärbung und durch mehr oder weniger deutliche Pigmentierung mit roten Punkten auf den Körperseiten und auf der Afterflosse von anderen Diskusfischarten. Dieser Zierfisch stammt aus Brasilien in Südamerika und wird rund 18 cm groß.
Aquarium-Haltung
Dieser Zierfisch benötigt ein gut strukturiertes Aquarium mit Versteckmöglichkeiten durch Hölzer und einige Steinen. Als Bodengrund eignet sich Sand oder feiner Kiesboden. Das Aquarium sollte eine Mindesthöhe von 60 cm haben, damit sich die Tiere gut entfalten können. Ruhige friedliche Beifische, die nicht zu Nahrungskonkurrenten werden oder die Diskus belästigen, eignen sich zur Vergesellschaftung.
Nötig sind ein starker Filter, häufige großzügige Wasserwechsel zur Erhaltung der Wasserqualität. Möglich ist eine paarweise Haltung oder in einer Gruppe in Aquarien ab 250 Liter. Der Fisch benötigt Weichwasserwerte und einen sauren pH von 5,5 bis 6,8.
Ernährung
Der Grüne Diskus nimmt hochwertiges Granulatfutter auf tierischer Basis. Kleine Tiere können gut mit Frostfutter (Artemia, Wasserflöhe) und Lebendfutter (Weiße Mückenlarven, Artemia) ernährt werden.
Zucht
Der Grüne Diskus ist ein Offenbrüter und bildet zur Fortpflanzung feste Paare. Die Elterntiere reinigen zunächst eine geeignete senkrechte oder leicht geneigte Oberfläche, beispielsweise eine Wurzel, ein breites Pflanzenblatt oder einen Laichkegel. Dort legt das Weibchen die Eier ab, die anschließend vom Männchen befruchtet werden. Beide Eltern bewachen und befächeln das Gelege und kümmern sich später gemeinsam um die Larven. Nach dem Freischwimmen ernähren sich die Jungfische zunächst von einem speziellen Hautsekret der Elterntiere. Nach einigen Tagen können zusätzlich frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien angeboten werden. Für eine erfolgreiche Zucht sind besonders weiches, leicht saures, warmes und sehr sauberes Wasser sowie möglichst geringe Störungen wichtig.


Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.