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Gemalter Schwielenwels „albino“ – Hoplosternum thoracatum

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Artikelnummer: 400041a Kategorie:

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Der Gemalter Schwielenwels „Albino“ ist eine Zuchtform von Hoplosternum thoracatum und gehört zu den größeren, robusten Harnischwelsen Südamerikas. Mit einer Endgröße von bis zu 18 Zentimetern zählt er nicht zu den klassischen Zwergwelsen und benötigt entsprechend Raum.

Charakteristisch sind sein kräftiger Körperbau, die stark ausgeprägten Brustflossenstacheln sowie die Fähigkeit zur Darmatmung. Regelmäßiges Auftauchen an die Wasseroberfläche ist artspezifisch und kein Anzeichen für Sauerstoffmangel.

Die Albino Variante zeigt eine helle, cremeweiße Grundfarbe mit rötlichen Augen. Aufgrund fehlender Pigmentierung reagiert sie sensibler auf sehr intensive Beleuchtung. Eine gedämpfte Lichtzone mit Wurzeln oder Schwimmpflanzen wirkt sich positiv auf das Verhalten aus.

Im Aquarium ist der Schwielenwels dämmerungsaktiv, zeigt aber bei ruhiger Umgebung auch tagsüber Präsenz. In Gruppen entwickelt er ein ausgeprägtes Sozialverhalten mit lockerer Rangordnung. Einzelhaltung führt häufig zu scheuerem Verhalten.

Durch sein intensives Gründeln benötigt er zwingend feinen Sandboden, um Bartelschäden zu vermeiden. Bei stabilen Wasserwerten und ausreichend Platz erweist sich die Art als äußerst widerstandsfähig und langlebig.

 

Geschlechterunterscheidung

Die Geschlechter lassen sich bei ausgewachsenen Tieren relativ zuverlässig unterscheiden.

Männchen besitzen deutlich kräftigere und verlängerte Brustflossenstacheln. Während der Fortpflanzungszeit wirken diese oft massiver und stärker ausgeprägt. Zudem entwickeln Männchen einen etwas kantigeren Kopfbereich.

Weibchen sind in der Regel fülliger gebaut, insbesondere im Bauchbereich. Ihr Körper wirkt insgesamt runder und etwas höher. Die Brustflossenstacheln sind kürzer und weniger massiv.

Eine sichere Unterscheidung ist meist erst ab einer Größe von etwa 10 bis 12 Zentimetern möglich.

 

Optimale Haltungsbedingungen

Der Gemalter Schwielenwels „Albino“ benötigt ein Aquarium ab mindestens 150 Litern, besser ab 200 Litern bei dauerhafter Gruppenhaltung. Die Tiere sollten in einer Gruppe von mindestens vier bis fünf Exemplaren gepflegt werden, da sie ein klares Sozialverhalten zeigen.

Als Bodengrund ist ausschließlich feiner Sand geeignet. Grober Kies führt langfristig zu Bartelverletzungen und Infektionen. Wurzeln, größere Laubblätter und robuste Pflanzen schaffen Rückzugsmöglichkeiten und strukturieren den Lebensraum sinnvoll.

Die Art bevorzugt Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Der pH Wert sollte im Bereich von 6,0 bis 7,5 liegen. Eine mittlere Gesamthärte ist problemlos verträglich. Wichtig ist eine stabile biologische Filterung mit moderater Strömung.

Regelmäßiges Luftschnappen an der Oberfläche ist artspezifisch. Dennoch sollte das Aquarium gut durchlüftet sein. Huminstoffe wie Fish Humin können die Schleimhäute unterstützen und fördern eine stabile Wasserchemie, insbesondere bei empfindlicheren Albino Tieren.

Starke Beleuchtung sollte vermieden oder durch Schwimmpflanzen gedämpft werden, da Albino Formen lichtempfindlicher reagieren.

 

Futter und Ernährung

Der Gemalter Schwielenwels „Albino“ ist ein ausgeprägter Allesfresser mit starkem Fokus auf bodenorientierte Nahrung. Hochwertige sinkende Wels Tabs oder Granulate bilden die Basis der Ernährung.

Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Cyclops angeboten werden. Auch proteinreiche Tabletten werden sehr gut angenommen.

Die Fütterung sollte gezielt abends erfolgen, da die Tiere dämmerungsaktiv sind. Reine Resteverwertung im Aquarium reicht nicht aus, um den Nährstoffbedarf langfristig zu decken.

 

Vergesellschaftung

Der Gemalter Schwielenwels „Albino“ ist grundsätzlich friedlich, kann jedoch aufgrund seiner Größe kleinere, sehr zierliche Arten beim nächtlichen Gründeln stressen.

Gut geeignet sind mittelgroße, ruhige Schwarmfische wie Salmler oder größere Bärblinge. Auch friedliche Buntbarsche ähnlicher Größe sind möglich, sofern ausreichend Struktur vorhanden ist.

Nicht geeignet sind sehr kleine Zwergfische oder frisch geschlüpfte Jungtiere anderer Arten, da sie versehentlich eingesaugt werden können. Ebenso problematisch sind stark aggressive oder territoriale Arten, die die ruhenden Welse bedrängen.

Innerartlich sollte immer eine Gruppe gehalten werden. Einzelhaltung führt häufig zu zurückgezogenem Verhalten und weniger Aktivität.

 

Zucht

Die Zucht von Hoplosternum thoracatum ist im Aquarium möglich, setzt jedoch ausreichend Platz und stabile Wasserbedingungen voraus. Charakteristisch ist das Schaumnestbauverhalten der Männchen.

Das Männchen baut an der Wasseroberfläche ein Schaumnest, meist unter Schwimmpflanzen oder an ruhigen Beckenbereichen. Nach der Eiablage bewacht es das Nest intensiv und verteidigt es gegen Eindringlinge.

Ein leichter Temperaturanstieg sowie größere Wasserwechsel können als Auslöser für die Fortpflanzung wirken. Weiches bis mittelhartes Wasser begünstigt den Zuchterfolg.

Nach dem Schlupf sollten die Jungtiere separiert oder ausreichend geschützt werden, da in Gesellschaftsaquarien hoher Fraßdruck besteht. Die Aufzucht erfolgt mit feinem Staubfutter und später mit frisch geschlüpften Artemia.

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