Die Kaiserschmerle (Leptobotia elongata) ist eine sehr groß werdende Schmerlenart aus China. Sie kann eine Körperlänge von etwa 40 bis 50 cm erreichen und ist ein aktiver, kräftiger Bodenfisch. Aufgrund ihrer Endgröße sollte sie nur in sehr großen Aquarien gehalten werden.
Haltung im Aquarium
Für ausgewachsene Tiere ist eine Beckenlänge von mindestens 200 cm empfehlenswert. Da Schmerlen soziale Fische sind, ist eine Haltung mehrerer Artgenossen grundsätzlich vorzuziehen, wodurch sich der Platzbedarf nochmals deutlich erhöht. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand oder abgerundeter Kies. Große Steine, Wurzeln und Höhlen bieten Rückzugsmöglichkeiten, gleichzeitig sollte ausreichend freier Schwimmraum vorhanden sein. Empfehlenswert sind Temperaturen von etwa 20 bis 26 °C, ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine kräftige Strömung, hohe Sauerstoffversorgung und sehr gute Wasserqualität kommen den natürlichen Lebensbedingungen entgegen.
Ernährung
Die Kaiserschmerle ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Nahrung. Geeignet sind hochwertige sinkende Granulate und Tabletten sowie Frost- und Lebendfutter wie Mysis, Krill, Garnelen, Muschelfleisch, Regenwürmer und größere Insektenlarven. Schnecken werden ebenfalls gefressen. Pflanzliche Bestandteile können die Ernährung ergänzen. Aufgrund der Größe der Tiere sollten die Futterportionen angepasst werden, ohne das Aquarium durch übermäßige Fütterung unnötig zu belasten.
Zucht
Über eine erfolgreiche, gezielte Nachzucht der Kaiserschmerle im heimischen Aquarium liegen kaum gesicherte Erfahrungen vor. Die Fortpflanzung ist an die saisonalen Bedingungen großer Flusssysteme angepasst und lässt sich unter normalen Aquarienbedingungen nur schwer auslösen. Eine Brutpflege, wie sie beispielsweise von vielen Buntbarschen bekannt ist, findet nicht statt.
In der professionellen Fischzucht können bei großen Flussfischen teilweise kontrollierte Zuchtverfahren zum Einsatz kommen. Für die gewöhnliche Aquarienhaltung gilt Leptobotia elongata jedoch nicht als regelmäßig nachzüchtbare Art. Wegen der enormen Endgröße und des damit verbundenen Platzbedarfs ist bereits die dauerhafte Haltung geschlechtsreifer Gruppen nur in außergewöhnlich großen Anlagen praktikabel.


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