Nannoptopoma spec. ‚White-Rio Shanusi‘ hat die Codenummer LDA 10. Er ist ein sehr seltener Zwergwels, welcher aus kleinen Zuflüssen des Rio Huallaga in der Provinz San Martin in Peru stammt. Bekannte Fundorte sind der Rio Shanusi und die Schlucht Picuroyacu, wie unser Exporteur in Iquitos uns mitteilte. Aus demselben Gebiet kommt übrigens auch der schöne Apistogramma baenschi . In den ersten Tagen nach dem Import sind die Welse fast weiß mit ungewöhnlichem schwarzem Zeichnungsmuster. Nach der Eingewöhnung wird die Grundfärbung eher cremefarben. Das markante Zeichnungsmuster bleibt aber erhalten.
Aquarium-Haltung
Die maximale Größe der Tiere beträgt 3,5 cm. Leider sind die Welse sehr anspruchsvoll in der Anfangszeit. Das heißt, sie sollten unbedingt in einem Artenbecken mit genügend Holz, Katappa- oder Buchenlaubblättern eingewöhnt werden. Das Wasser sollte möglichst keimarm, weich und gut gefiltert sein.
Empfehlenswert ist ein gut eingefahrenes Aquarium ab etwa 60 cm Kantenlänge mit Wurzeln, Steinen und einer dichten Bepflanzung. Besonders wichtig sind zahlreiche mit Biofilm und Aufwuchs besiedelte Oberflächen. Geeignet sind Temperaturen von etwa 23 bis 27 °C, ein pH-Wert von ungefähr 6,0 bis 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine gute Sauerstoffversorgung und eine konstant hohe Wasserqualität sind für die empfindlichen Aufwuchsfresser besonders wichtig.
Ernährung
Die Ernährung von Nannoptopoma sp. ‚White-Rio Shanusi‘ sollte hauptsächlich aus Aufwuchs, Biofilm und pflanzlicher Nahrung bestehen. In einem gut eingefahrenen Aquarium finden die Tiere auf Wurzeln, Steinen, Pflanzenblättern und den Aquarienscheiben einen Teil ihrer Nahrung selbst. Ergänzend eignen sich hochwertige Algen- und Spirulina-Futtertabletten sowie weiches Gemüse wie Zucchini. Kleine Mengen tierischer Nahrung, beispielsweise Artemia, Cyclops oder feines Frostfutter, können den Speiseplan ergänzen. Eine dauerhafte Versorgung mit natürlichen Aufwuchsflächen ist besonders wichtig, da die Tiere nicht ausschließlich von handelsüblichem Trockenfutter ernährt werden sollten.
Zucht
Über die gezielte Nachzucht von Nannoptopoma sp. ‚White-Rio Shanusi‘ liegen bislang nur wenige gesicherte Informationen vor. Eine regelmäßige Aquarienzucht dieser speziellen Form ist kaum dokumentiert. Bei verwandten kleinbleibenden Loricariiden werden die Eier auf geeigneten Oberflächen beziehungsweise in geschützten Bereichen abgelegt, ohne dass eine ausgeprägte langfristige Brutpflege stattfindet. Für einen möglichen Zuchtversuch sind sehr gute Wasserqualität, eine sauerstoffreiche Umgebung, reichlich Aufwuchs und gut konditionierte Elterntiere empfehlenswert. Für Jungfische wäre insbesondere ein bereits gut eingefahrenes Becken mit einem umfangreichen Angebot an Biofilm und Mikroorganismen wichtig. Konkretere Angaben zur Fortpflanzung sollten aufgrund der bislang unzureichenden Dokumentation dieser Form nicht von anderen Arten auf sie übertragen werden.


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